Einsortiert unter: 2010, Kochsessions, Specials | Schlagwörter: Bratapfel, Sushi
Gestern ist der BoDoKitchenClub in fernöstliche Weiten vorgedrungen und hat die Welt des Sushi betreten.
Die Auswahl der verschiedenen Sushi und die Zutatenzusammenstellung gestaltete sich recht kompliziert, denn hier sei es noch einmal gesagt: Sushi ist weitaus vielfältiger als “nur roher Fisch”. Aber schließlich hatten wir doch ein ambitioniertes Kochprogramm beisammen und waren hoch motiviert.
Wir starteten mit einem Snack, bei dem nichts schief gehen kann und der durch seine schlichte Genialität besticht: Edamame. Das sind Sojabohnen in der Schale, die man tiefgefroren im Asia-Laden kaufen kann und nochmal wenige Minuten in kochendes Wasser schmeißt. Salz drüber und los geht das Gezutzel. Wir haben verschiedene Salzarten dazu probiert – von mallorquinisch bis zu portugiesisch. Köstlich.
Nach dieser Stärkung machten wir uns an die Vorbereitung der Sushi. Dies hat sehr lang gedauert, aber: Jeder einzelne Arbeitsschritt war es wert. Das A und O beim Sushi ist ja mitunter der Reis. Hier haben wir in der Fachliteratur erfahren, dass man den Reis so lange waschen muss, bis das Wasser klar ist. Bei uns trübte sich das Wasser aber selbst nach dem 15. Waschgang noch, so dass wir das Wagnis eingingen und den Reis dennoch so gekocht haben. Dieser Plan ging auf, der Reis war super. Nach dem Kochen haben wir ihn mit Reisessig, Zucker und Salz gemischt. Dabei muss man beim Umrühren darauf achten, dass man die Reiskörner nicht allzu sehr beschädigt. Und am besten dabei noch extra Luft zufächern, damit der Reis gut abkühlt. War eine lustige Aktion.
Nach vielen Arbeitsschritten wagten wir uns dann ans Rollen und meisterten sogar die Inside-Out-Rolle (dabei klebt der Reis und nicht das Noriblatt außen).
Eher weniger bekannt dürften die Tofutaschen sein, die wir schon fertig im Asialaden gekauf haben, aber vor dem Füllen noch “bearbeitet” haben (u.a. in kochendes Wasser, abtropfen, dann in Sojasoße und Mirin köcheln lassen.)
Recht stolz waren wir dann, als wir die ganze Pracht aufgeschnitten auf dem Teller liegen hatten. Und die Sushi sahen nicht nur gut aus, sondern haben auch noch fantastisch geschmeckt.
Einige Eindrücke:
Beim Nachtisch haben wir etwas Stilbruch begangen und uns für einen so gar nicht japanischen Bratapfel mit Nusskruste und selbst gemachter Vanillesoße entschieden. Auch dieses Dessert hat uns durch seine geniale Einfachheit begeistert.
Fazit: Ein arbeitsreicher Kochtag, aber tolle Geschmackserlebnisse. Sushi olé!
Einsortiert unter: 2010, Grillen, Specials | Schlagwörter: Chutney, Grillen, Mango, Seelachs, Seeteufel, Zitronengras
Gestern haben wir die schüchterne Rückkehr des Spätsommers genutzt und den Grill angeworfen.
Es sollte u.a. Seeteufel und Seelachs mit Mangochutney, Kartoffelsalat, Kichererbsensalat und Joghurt-Tomaten-Gurken-Dipp geben.
Den Seeteufel haben wir in eine Marinade aus Sesamöl, Ingwer, Limette, Sojasauce, Knoblauch und Chili gelegt und auf Zitronengras aufgespießt.
Die Marinade für den Seelachs sah fast genauso aus, nur dass wir hier den Fisch nach dem Marinieren in geröstetem Sesam gewälzt haben.
Beide Fische haben wir ca. eine Stunde marinieren lassen und dann auf einer Aluschale gegrillt.
So sah der Seeteufel nach seiner Runde auf dem Grill dann aus:
Insgesamt hat alles wunderbar miteinander harmoniert und war ein würdiger Sommerabschluss.
Einsortiert unter: 2010, Kochsessions, Specials | Schlagwörter: Artischocke, Frankreich, Jakobsmuschel, Kir, Sauce verte, Schokolade, Törtchen, Thunfisch
Eher zufällig hat sich diese Kochsession zu einem Länder-Spezial gemausert: Da alle Rezepte für dieses Menü aus einem französischen Kochbuch stammten, haben wir kurzerhand ein Frankreich-Special daraus gemacht.
Als Einstieg gab es einen Kir – ein wunderbar erfrischender Apertif aus trockenem Weißwein und Brombeerlikör (im Original eigentlich Johannesbeerlikör).
Gespannt machten wir uns dann an die Zubereitung der Jakobsmuscheln, die wir in geklärter Butter angebraten und in ebenfalls angebratenen Semmelbröseln sowie Petersilie und Knoblauch gewendet haben. Unsere Erwartungen waren etwas gedämpft, da die teuren kleinen Dinger, die wir an einem Fischstand am Markt erstanden hatten, leider gefroren waren. Umso größer war unsere Freude, als wir beim Essen merkten, dass unsere Sorge unbegründet war.
Der Hauptgang kam ebenfalls aus dem Meer und war ein wunderschönes Thunfischsteak. Als Beilage dazu gab es Artischocken: Selten haben wir solche großen Prachtexemplare gesehen.
Auch der Thunfisch war wirklich Spitzenqualität. Wir haben die Steaks nur kurz (ca. je 1 Minute) von beiden Seiten angebraten, so dass er innen noch roh war. Die Artischocken haben wir in Wasser gekocht und mit einer frischen Tomatensauce übergossen – pardon, nappiert. Dann noch die Sauce verte in ein Gläschen abgefüllt – und fertig war der Hauptgang!
Das Dessert war ein Schokoladentörtchen. Hierfür haben wir erst eine Art Sandteig im Ofen vorgebacken, diese Törtchen dann mit der Schokomischung gefüllt und nochmal gebacken. Lecker, wenn auch sehr mächtig und sehr buttrig. Vielleicht wäre ein normaler Mürbeteig hier besser gewesen.
Einsortiert unter: 2010, Kochsessions, Specials | Schlagwörter: Basilikum, Caipirinha, Cracker, Gemüsejus, Karotte, Kaviar, Latte Macchiato, Molekular, Spaghetti, Tomate
Gestern haben wir in nicht ganz vollständiger Kochclub-Besetzung die Welt der molekularen Küche etwas näher kennen gelernt. Um das Fazit mal vorweg zu nehmen: Für das Auge hatten wir teilweise tolle Ergebnisse. Die geschmackliche Sensation blieb jedoch aus.
Das erste Molekulargericht, das wir verköstigten, waren Cracker mit Frischkäse und Karottenkaviar.
Für den Karottenkaviar haben wir Karottensaft mit einer über Nacht angesetzten Algizoonlösung gemischt und mit einer Spritze in ein Calazoonbad getropft.
Das hat erstaunlich gut geklappt.
Auch der fertig dekorierte Cracker machte mächtig was her:
Allerdings hat man, wenn der Cracker einmal im Mund war, kaum noch etwas vom Karottenkaviar geschmeckt.
Komplizierter wurde es dann beim elektrischen Caipirinha. Hier musste die Sphärifikation (= die Herstellung von Kugeln mit einer festen Hülle, die einen flüssigen Inhalt einschließt) genau umgekehrt erfolgen. Wir haben einen Caipirinha-Kern mit Calazoon hergestellt, der eingefroren wurde. Diese geforenen Sphären kamen dann in ein Algizoonbad. Als schöne, zusammenhängende Kugel kann das Ergebnis nicht gerade bezeichnet werden.
Den elektrischen Touch bekam der Caipi dann durch die Zugabe von Knistazoon, was ein lustiges Bizzeln im Mund hervorrief.
Nächster molekularer Stopp: Tomatenconsommé mit Basilikumspaghetti. Hierfür haben wir im Vorfeld eine klare Tomatenconsommé hergestellt, indem wir Kräuter und frische Tomaten durch ein Tuch passiert haben. Diese Consommé haben wir dann erhitzt und darin die “Spaghetti” aus einer Art Pestomasse mit Celluzoon mithilfe der Spritze geliert.
Dies war einer der wenigen Gänge, der geschmacklich besser war als das Aussehen.
Für das nächste Gericht – Gemüseravioli mit frittierten Juliennestreifen auf Buttersud – haben wir 3 verschiedene Gemüsejus hergestellt (Lauch, Sellerie und Karotte), die dann mit Algizoon vermischt wurden und schließlich im Calazoonbad zu schönen farbigen Sphären werden sollten. Diesmal hatten wir damit aber große Probleme, vor allem die Selleriemasse wurde anfangs gar nicht fest.
Leider überzeugte uns dieses doch recht aufwändige Gericht am allerwenigsten an diesem Tag.
Es sah auch nicht ganz so appetitlich aus wie in unserer Vorlage:
Zuletzt widmeten wir uns dem Nachtisch, den wir in Form einer Latte-Macchiato-Verrine zu uns nehmen wollten. Die 3 Schichten (Kaffee, Karamell mit Kaffee und Milch) haben wir nacheinander mit Agazoon erhitzt und dann jeweils erst eine Schicht erkalten lassen, bevor die nächste drüber gekippt wurde. Agazoon dürfte den meisten besser als Agar-Agar bekannt sein. In diesem Fall sah das Ergebnis wieder klasse aus.
Die Konsistenz war jedoch viel zu fest. Leider also auch hier kein allzu positives Geschmackserlebnis.
Alles in allem beschlossen wir diesen Kochtag mit keinem euphorischen Hochgefühl. Auch dass wir geschlagene 8 Stunden in Küche verbracht haben (mit klitzekleiner Cappuccino-Pause auf dem Balkon, als die Sonne sich mal blicken ließ) und die Ergebnisse eher mittelmäßig waren, machte das Ganze nicht erfreulicher.
Ob wir der molekularen Küche nochmal eine 2. Chance geben, bleibt abzuwarten. Um Geliertes werden wir in naher Zukunft auf jeden Fall eher erst einmal einen großen Bogen machen!
Einsortiert unter: 2009, Kochsessions, Picknick, Specials | Schlagwörter: Aprikose, Aufstrich, Bagel, Bohne, Bulgur, Curry, Fenchel, Heidelbeere, Muffin, Obazda, Paprika, Ricotta, Salat, Toast, Zucchini
Diese Kochsession haben wir unter das Motto Picknick gestellt.
Insofern gab es picknickfreundliche Komponenten:
Bagels, Curry-Aprikosen-Aufstrich, Paprika-Obazda, Ricotta-Toastbrot-Muffins, Bulgur-Zucchini-Fenchel-Salat, Cannellini-Bohnen-Salat und Heidelbeer-Muffins.
Es war ganz spannend, mal selbst Bagels zu machen. Alles in allem eine runde Sache, unser Picknick.
Einsortiert unter: 2007, Kochsessions, Plätzchen, Specials | Schlagwörter: Backen, Florentiner, Linzer Streifen, Nombrils de Dame, Nougat, Pinienkern, Schürze, Weihnachten
Saisonal bedingt, haben wir uns Ende November an die Plätzchenbackerei gewagt. Am Ende hatten wir Nombrils de Dame, Linzer Streifen, Pinienkern-Nougat-Muscheln und Florentiner.
Und so sahen die stolzen Plätzchenbäckerinnen aus. Wie man sieht, liegen wir schürzentechnisch ganz weit vorne.
Einsortiert unter: 2007, Grillen, Kochsessions, Specials | Schlagwörter: Bohne, Bowle, Brot, Dip, Fava, Himbeere, Lachs, Mango, Salat, Sauce, Schwein, Schwertfisch, Steak, Tapenade, Wassermelone, Zuppa Gallurese
Der 07.07.07 soll ja ein heiß begehrter Hochzeitstermin sein – der BoDoKC hat diesen Tag für sein 2007er Grill-Special auserkoren. 2006 sind wir irgendwie leider nicht dazu gekommen, eins zu machen.
Auf dem Grillrost brutzelten u.a.:
Lachs in Maui-Mango-Marinade, Schwertfischröllchen, Steak-Lorbeer-Spieße, gefüllte Schweinetaschen:
Dazu gab es:
sensationelles Nuss-Rosmarinbrot, “weihnachtliche” Zuppa Gallurese (einen Brotauflauf), einen mittelprächtigen Weiße-Bohnen-Salat, Sauce Vierge, Tapenade, leckeren Wassermelonensalat, Fava und zu guter letzt: Himbeerbowle!!!!!!
Einsortiert unter: 2006, Kochsessions, Refüsiert, Specials | Schlagwörter: artgerecht, Ausflug, Butter, Frikadelle, Himbeere, Kartoffel, Knoblauch, Lachs, Mandel, Salbei, Schultenhof, Sellerie, Suppe, Tarte, Tomate, Zwiebel
Der Tag begann für Teile unseres Kochclubs mit einer Führung über den Schultenhof. Dieser Bauernhof verzichtet auf Dünge- und Spritzmittel und hält seine Tiere artgerecht.
Ein sehr interessanter Morgen!
Danach machten wir uns dann in voller Besetzung an die Erkochung unseres heutigen Menüplans.
Französische Mandelcremesuppe
Lachsfrikadellen und Sellerie-Kartoffel-Püree mit im Ofen gegarten Tomaten und Knoblauch sowie Zwiebelringen und Salbeibutter
Mandel-Himbeer-Tarte
Einsortiert unter: 2005, Grillen, Specials | Schlagwörter: Banane, Bellini, Bluecheese, Brot, Dip, Hähnchen, Houmous, Köfte, Lachs, Raita, Tomate, Zucchini
Julia und Rüdiger haben uns in ihrem Reich im Grünen empfangen. Es gab sogar von Julia selbst gestaltete Untersetzer.
An Gerichten hatten wir u.a. Hackfleischspieße (Köfte), Bluecheesedip, Hähnchen-Spieße „Tandoori“, Lachspäckchen, Raita (Joghurtdip mit Gurken), Rote-Beete-Houmous, Zucchini-Tomaten-Päckchen, gegrillte Bananen und Zitronenpfeffer-Brot. Alles war wirklich hervorragend. Aber vor allem unser selbst gemachte Brot hat uns schwer begeistert.
Einige Impressionen dieses Abends:
Die 3 Damen vom Grill
Ein bunter Grillteller
Lachs an Zitronenthymian, Biozitronen, Zwiebeln und gelber Paprika
Köfte-Spieße mit und ohne Koriander
Da das Wetter nicht mitmachte, mussten wir drinnen tafeln, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat…
Ein stilvoller Frozen Bellini rundete das Menü ab.

















































