Von den Kochabenteuern des BoDoKitchenClubs


38. Kochsession – 5./6. Mai 2012
7. Mai 2012, 20:35
Einsortiert unter: 2012, Kochsessions | Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Am Wochenende war mal wieder Kochen angesagt. Wir haben uns ein Menü ausgesucht, das sehr lecker war, aber nicht allzu viele Arbeitsschritte erforderte.

Unsere Vorspeise war eine Suppe, die aus gelber Paprika, Rhabarber und Ingwer bestand. Als Einlage gab es in Sojasoße und Haselnussöl marinierte Salatgurkenstreifen sowie gehackte Erdnüsse. Eine feine Sache, allerdings war der Ingwergeschmack sehr dominant, so dass man den Rhabarber nicht wirklich ausmachen konnte.

Paprika-Rhabarber-Suppe

Paprika-Rhabarber-Suppe

Weiter ging’s mit dem Hauptgang. Für die Fischkruste haben wir Mandeln mit Rauchsalz bestreut, im Ofen geröstet und schließlich klein gehackt.

Mandeln mit Rauchsalz

Mandeln mit Rauchsalz

Zusammen mit Pfeffer haben sie die Lachsfilets ummantelt, die wir vorher gesalzen und in etwas geschlagenem Eiweiß gewendet haben.

Dazu gab es eine Wasabi-Mayonnaise, für die wir 2 Versuche benötig haben. Der gebratene Fisch wurde dann auf einen Mango-Salat gebettet, der mit Koriander, Zitrone und Olivenöl angemacht war.

Lachsfilet mit Rauchmandel-Pfefferkruste auf Mangosalat mit Wasabi-Mayonnaise

Lachsfilet mit Rauchmandel-Pfefferkruste auf Mangosalat mit Wasabi-Mayonnaise

Fürs Dessert haben wir uns an einem Schoko-Soufflé versucht. Während die Schokomasse im Ofen aufging, haben wir mit Argusaugen den schmelzenden Zucker für die Karamellsoße beobachtet, um dann im richtigen Moment die Creme Double und eine Prise Salz unterzurühren. Hat geklappt. Bei der Nachspeise überzeugte uns vor allem die Kombination aus Schoko, Frucht und Karamell.

Schokoladen-Soufflé mit Karamellsoße

Schokoladen-Soufflé mit Karamellsoße

Für den außergerichtlichen Höhepunkt sorgte der Kater unserer Gastgeberin, der eine Maus von seinem abendlichen Spaziergang mitbrachte. (Aufmerksame Blogleser werden sich erinnern: Das ist bereits bei einer früheren Kochsession passiert, da war’s allerdings die andere Katze.) Auch diesmal war der kleine Nager noch am Leben und konnte nach einer sehr erheiternden Jagd sicher im Glas nach draußen befördert werden.

Auch dieses Kochtreffen wurde mit einem Frühstück am nächsten Morgen abgerundet. Ideen und Gelüste hatten wir viele, haben uns dann aber schließlich für Bruschetta mit Avocado-Tomate-Mozzarella-Salat sowie den Klassiker French Toast entschieden. War genau richtig vom Aufwand her.

Bruschetta mit Avocado-Tomate-Mozzarella-Salat

Bruschetta mit Avocado-Tomate-Mozzarella-Salat

French Toast

French Toast

French Toast

Den French Toast haben wir übrigens im Backofen und nicht in der Pfanne zubereitet. Dazu gab’s Beerenfrüchte, die mit einer eingekochten Orangensaft-Zucker-Mischung beträufelt wurden.

Und dann war sie auch schon wieder vorbei, unsere gemeinsame Kocherei. Im Juni geht’s dann wohl wieder weiter.

Katze auf Kochbuch

Katze auf Kochbuch



37. Kochsession – 3. März 2012
5. März 2012, 23:15
Einsortiert unter: 2012, Kochsessions | Schlagwörter: , , ,

Am vergangenen Wochenende hat unser Kochclub erneut getagt. Nach einem ausgiebigen Apéritif starteten wir das Menü mit einer Suppe aus gelben Linsen, die mit Kokosmilch, Currypulver und einer Sauerrahm-Soufflé-Haube verfeinert wurde.

Kokos-Linsen-Suppe mit Sauerrahm-Soufflé

Die Zubereitung der Suppe war ziemlich einfach: Zwiebel und Knoblauch anbraten, Linsen dazu, kurz darauf Brühe sowie Kokosmilch dazugeben und etwas köcheln lassen. Auch die Soufflé-Haube ging gut im Ofen auf, fiel beim Herausnehmen allerdings etwas zusammen.

Für den Hauptgang mussten wir erst noch einmal Hand an den schon filetierten Saibling legen, da hier doch noch einige Gräten zum Vorschein kamen. Der Fisch wurde von einem Kartoffelteig ummantelt, in der Pfanne angebraten, um schließlich im Ofen zu Ende zu garen. Begleitet wurde er von einer mit Kartoffel-Knoblauch-Püree gefüllten Tomate sowie einem Kohlrabi-Spinat-Körbchen.

Saiblingsfilet im Kartoffelmantel mit gefülltem Gemüse

Als Dessert stand ein Erdbeer-Shortcake auf dem Programm. Der Shortcake bekam etwas mehr Biss dadurch, dass in den Teig auch etwas Maisgrieß gerührt wurde. Zusammen mit in Zucker und Zitronensaft marinierten Erdbeeren sowie Schlagsahne haben wir das Gebäck dann angerichtet.

Erdbeer-Shortcake

Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass es ein solider Kochtag war, sehr lecker, aber vielleicht ohne die ganz besonders großen Geschmackserlebnisse.



36. Kochsession – 28./29. Januar 2012
29. Januar 2012, 23:31
Einsortiert unter: 2012, Kochsessions | Schlagwörter: , , , , , , , ,

Ein feines Kochwochenende liegt hinter uns. Zum ersten Mal haben wir auch ein Frühstücksspecial mit eingebaut. Aber der Reihe nach. Wir begannen unser Menü mit einer Topinambur-Suppe. Hierfür haben wir selbst einen Gemüsefond hergestellt.

Gemüsefond

Es war unser erster Kochversuch mit Topinambur. Die Knolle wird im Englischen auch Jerusalem artichoke bezeichnet, da sie artischockenähnlich schmeckt. Sie muss nicht geschält werden, wenn man sie gut säubert.

Topinambur, ungeschält

Ein Teil des Fonds wurde anschließend mit den Topinambur und Sahne püriert. Leider passierte der Gastgeberin beim Abschmecken mit weißem Pfeffer ein kleines Missgeschick und ca. 100 Pfefferkörner landeten aus Versehen in der schönen Suppe. In wahrer Aschenputtelmanier mussten wir die Körner wieder aussieben/-sortieren. Uneins waren wir uns darin, ob die Suppe dadurch etwas “verpfeffert” war. Nun ja. Geschmeckt hat sie uns dennoch allen ganz gut. Die Suppe wurde mit fritierten Topinambur-Scheiben und gerösteten Sonnenblumen- und Kürbiskernen garniert.

Topinambur-Suppe

Der restliche Gemüsefond diente uns dann als Basis für einen Honig-Thymian-Jus, den wir ca. 2 Stunden einkochen ließen. Des Weiteren haben wir noch Rotwein, Portwein und Tomatenmark mitköcheln lassen.  Der Jus war Begleiter für unsere Hauptspeise: Piroggen mit Kartoffel-Käse-Füllung. Der Teig für die Piroggen bestand aus Vollkorn- und Kamutmehl, das wir ebenfalls zum ersten Mal in der Küche eingesetzt haben. Kamut ist in gemahlenem Zustand eher grießähnlich und sorgt für einen “kernigen” Biss.

Piroggen

Die Füllung kam nach dem Garen im köchelnden Wasser leider nicht mehr allzu gut zur Geltung und der Jus war doch recht tomatenlastig.

Piroggen mit Honig-Thymian-Jus

Als süße Komponente beinhaltete unser Menü ein Erdnuss-Krokant-Parfait. Mit Akazienhonig haben wir zunächst die Erdnüsse karamelisiert.

Erdnuss-Krokant

Diese Erdnüsse haben wir nach dem Abkühlen gehackt und unter die Sahnemischung gegeben. Das Parfait hat dann mehrere Stunden im Gefrierfach verbracht. Wir haben uns kurzerhand entschlossen, noch einen Keks mit Kakao und Kardamom als Beilage zum Parfait zu backen. Auch hier haben wir Kamutmehl eingesetzt. Die Begeisterung für die Kekse war eher verhalten (am nächsten Tag schmeckten sie Teilen des Kochclubs dann aber doch richtig gut), das Parfait hingegen wurde einstimmig für grandios befunden.

Erdnuss-Krokant-Parfait mit Kakao-Kardamom-Keks

Wir ließen den Kochabend mit niveauvoller Fernsehunterhaltung ausklingen.

Am nächsten Morgen gab es noch ein paar schöne Dinge zum Frühstück: gebackene Eier mit Parmesan und Kräutern, Brezelmuffins und Pancakes mit Himbeer-Quark-Sahne.

Gebackene Eier, Brezelmuffins und Pancakes

Pancakes mit Himbeer-Sahne-Quark



35. Kochsession | Pulpo-Special: 14. Januar 2012
29. Januar 2012, 16:50
Einsortiert unter: 2012, Kochsessions | Schlagwörter: , , ,

Inspiriert von den Meeresfrüchten unserer letzten Kochsession, wollten sich 2/3 unseres BoDoKitchenClub an etwas größeres wagen und verabredeten sich zu einem Pulpo-Special. Da ein Hauptgang allein unserer nicht würdig ist ;-) , einigten wir uns zudem noch auf eine Vor- und Nachspeise.

Als Vorspeise gab es geschenkte Sardellen auf Crostini mit Erbsenpesto:

Sardelle auf Crostini mit Erbsenpesto

Es handelte sich dabei um eine schöne, frische, kleine Vorspeise, die durch die Zugabe von Pecorino und Zitrone geschmacklich und visuell überzeugte.

Spannender wurde jedoch die Zubereitung des Pulpos (= auch Krake: gehört zu den Kopffüßern und wird auch als Tintenfisch bezeichnet, hat einen beutelförmigen Körper ohne Stützskelett und acht muskulöse Arme mit doppelten Saugnapfreihen). Wir hatten zwei stattliche Exemplare (je 1,6 kg) erstanden:

Monster aus der Tiefe

Aber wie nun damit umgehen? Die Fachliteratur war zwar bereits zu Rate gezogen, aber erst der Blick ins Internet und eine Video-Anleitung bei youtube ließen uns zur Tat schreiten. Kopf ab, Schnabel raus, Augen weg. Dann gab es auch schon das nächste Problem: Wie den Pulpo kochen, ohne dass das Ergebnis gummiartig ist? Nach eingehenden Studien unterschiedlicher Garmethoden entschieden wir uns, die Pulpos in einer Brühe mit etwas Wein und Lorbeerblättern 90 Minuten simmern zu lassen. Wir hatten uns richtig entschieden, denn das Fleisch war wunderbar zart. Wir trennten alle Arme ab und zerlegten in einem einzigartigen Gemetzel dann Kopf und Körper:

Pulpo-Gemetzel

Für unsere Hauptspeise “Pulpo mit Chorizo und Fenchel”:

Pulpo mit Chorizo, Fenchel und Tomate

Auch dieses Gericht war köstlich und ein Augenschmaus zugleich.

Da zwei Tiere eindeutig zu viel für zwei Personen sind, haben wir uns entschieden, den Armen eine besondere Behandlung zuteil werden zu lassen und sie für einen späteren Verzehr in einer Essig-Kräuter-Marinade einzulegen. Der Aufwand hat sich eindeutig gelohnt:

Pulpo im Glas

Während Vor- und Hauptspeise der leichten mediterranen Küche zugeordnet werden können, haben wir bei der Nachspeise alle Kalorien-Register gezogen. Unser Banoffee - bestehend aus einem mit Butter getränktem Keksgrund, aus gesüßter Kondensmilch Butter und Zucker bereitetem Toffee, naturbelassenen Bananen und abgerundet mit einer Sahnehaube mit Schokostreuseln – war der Kracher und hätte auch unserer Dritten im Bunde geschmeckt:

Banoffee



33. Kochsession | Sushi-Special: 27. November 2010
28. November 2010, 18:34
Einsortiert unter: 2010, Kochsessions, Specials | Schlagwörter: ,

Gestern ist der BoDoKitchenClub in fernöstliche Weiten vorgedrungen und hat die Welt des Sushi betreten.

Die Auswahl der verschiedenen Sushi und die Zutatenzusammenstellung gestaltete sich recht kompliziert, denn hier sei es noch einmal gesagt: Sushi ist weitaus vielfältiger als “nur roher Fisch”. Aber schließlich hatten wir doch ein ambitioniertes Kochprogramm beisammen und waren hoch motiviert.

Wir starteten mit einem Snack, bei dem nichts schief gehen kann und der durch seine schlichte Genialität besticht: Edamame. Das sind Sojabohnen in der Schale, die man tiefgefroren im Asia-Laden kaufen kann und nochmal wenige Minuten in kochendes Wasser schmeißt. Salz drüber und los geht das Gezutzel. Wir haben verschiedene Salzarten dazu probiert – von mallorquinisch bis zu portugiesisch. Köstlich.

Edamame mit Salz

Nach dieser Stärkung machten wir uns an die Vorbereitung der Sushi. Dies hat sehr lang gedauert, aber: Jeder einzelne Arbeitsschritt war es wert. Das A und O beim Sushi ist ja mitunter der Reis. Hier haben wir in der Fachliteratur erfahren, dass man den Reis so lange waschen muss, bis das Wasser klar ist. Bei uns trübte sich das Wasser aber selbst nach dem 15. Waschgang noch, so dass wir das Wagnis eingingen und den Reis dennoch so gekocht haben. Dieser Plan ging auf, der Reis war super. Nach dem Kochen haben wir ihn mit Reisessig, Zucker und Salz gemischt. Dabei muss man beim Umrühren darauf achten, dass man die Reiskörner nicht allzu sehr beschädigt. Und am besten dabei noch extra Luft zufächern, damit der Reis gut abkühlt. War eine lustige  Aktion.

Nach vielen Arbeitsschritten wagten wir uns dann ans Rollen und meisterten sogar die Inside-Out-Rolle (dabei klebt der Reis und nicht das Noriblatt außen).

Noriblatt mit Reisnudeln vor dem Rollen

Beim Rolllen der Inside Out California Rolls

Eher weniger bekannt dürften die Tofutaschen sein, die wir schon fertig im Asialaden gekauf haben, aber vor dem Füllen noch “bearbeitet” haben (u.a. in kochendes Wasser, abtropfen, dann in Sojasoße und Mirin köcheln lassen.)

Recht stolz waren wir dann, als wir die ganze Pracht aufgeschnitten auf dem Teller liegen hatten. Und die Sushi sahen nicht nur gut aus, sondern haben auch noch fantastisch geschmeckt.

Einige Eindrücke:

Sushi in Reihen

Sushi im Fokus

7 verschiedene Sushi

Beim Nachtisch haben wir etwas Stilbruch begangen und uns für einen so gar nicht japanischen Bratapfel mit Nusskruste und selbst gemachter Vanillesoße entschieden. Auch dieses Dessert hat uns durch seine geniale Einfachheit begeistert.

Japanischer Stilbruch: Bratäpfel auf dem Weg in den Ofen

Fazit: Ein arbeitsreicher Kochtag, aber tolle Geschmackserlebnisse. Sushi olé!



31. Kochsession | Frankreich-Special – 4. Juni 2010
6. Juni 2010, 15:09
Einsortiert unter: 2010, Kochsessions, Specials | Schlagwörter: , , , , , , ,

Eher zufällig hat sich diese Kochsession zu einem Länder-Spezial gemausert: Da alle Rezepte für dieses Menü aus einem französischen Kochbuch stammten, haben wir kurzerhand ein Frankreich-Special daraus gemacht.

Als Einstieg gab es einen Kir – ein wunderbar erfrischender Apertif aus trockenem Weißwein und Brombeerlikör (im Original eigentlich Johannesbeerlikör).

Apéritif

Gespannt machten wir uns dann an die Zubereitung der Jakobsmuscheln, die wir in geklärter Butter angebraten und in ebenfalls angebratenen Semmelbröseln sowie Petersilie und Knoblauch gewendet haben. Unsere Erwartungen waren etwas gedämpft, da die teuren kleinen Dinger, die wir an einem Fischstand am Markt erstanden hatten, leider gefroren waren. Umso größer war unsere Freude, als wir beim Essen merkten, dass unsere Sorge unbegründet war.

Noix de Saint-Jaques à la provençale

Der Hauptgang kam ebenfalls aus dem Meer und war ein wunderschönes Thunfischsteak. Als Beilage dazu gab es Artischocken: Selten haben wir solche großen Prachtexemplare gesehen.

Wie gemalte Artischocken

Auch der Thunfisch war wirklich Spitzenqualität. Wir haben die Steaks nur kurz (ca. je 1 Minute) von beiden Seiten angebraten, so dass er innen noch roh war. Die Artischocken haben wir in Wasser gekocht und mit einer frischen Tomatensauce übergossen – pardon, nappiert. Dann noch die Sauce verte in ein Gläschen abgefüllt  – und fertig war der Hauptgang!

Thon en sauce verte et artichaut

Das Dessert war ein Schokoladentörtchen. Hierfür haben wir erst eine Art Sandteig im Ofen vorgebacken, diese Törtchen dann mit der Schokomischung gefüllt und nochmal gebacken. Lecker, wenn auch sehr mächtig und sehr buttrig. Vielleicht wäre ein normaler Mürbeteig hier besser gewesen.

Tartelette au chocolat



30. Kochsession – 2. Mai 2010
4. Mai 2010, 08:25
Einsortiert unter: 2010, Kochsessions | Schlagwörter: , , , , , , , ,

Ein kleines Jubiläum liegt hinter uns:  Am Sonntag hat der BoDoKC bereits zum 30. Mal zusammen gekocht.

Sehr gut gemundet haben uns die Rote-Beete-Bonbons mit Wasabi-Sauce.

Hierfür haben wir für die Füllung gekochte rote Beete mit Ricotta vermischt und dann diese Mischung auf unsere ausgerollten Nudelteigplatten gesetzt, um sie schließlich mit viel Kreativität zu Bonbons zu drehen und im Wasser zu kochen. Wunderbar dazu gepasst hat die Wasabi-Sauce.

Was hier aussieht wie ein kleines Frückstück, ist unser Zwischengang: eine geeiste Bouillabaisse mit Rouille, Käse und Brot.

Eine spannende Geschichte. Wir vermuten immer noch, dass eine Angabe im Rezept nicht richtig war, denn die Ölmenge, die in die arme Fischsuppe reingekippt werden sollte, war schon nicht mehr feierlich. Dies galt auch für die Rouille, die wir dazu gereicht haben: Olivenöl overload!!! Geschmacklich war die Suppe aus Dorade und Wolfsbarsch sehr gut. Aber weniger Öl wäre eindeutig mehr gewesen. Und vielleicht essen wir sie beim nächsten Mal doch gleich warm!

Ein tadelloser Hauptgang kam in Form von gebratenem Spargel mit Walnuss-Honig-Sauce und Ziegenfrischkäse-Basilkum-Crêpes auf den Tisch.

Gekrönt wurde dieses Menü von mit Crème Brûlée gefüllten Bratäpfeln.

Die Katze der Gastgeberin hatte sich für diesen Tag auch ein tolles Unterhaltungsprogramm ausgedacht. Vermutlich angeregt durch unsere Kocherei hat die Mieze doch tatsächlich 2 x eine noch lebende Maus reingebracht, die sie gerne neben uns am Tisch verspeist hätte. Durch heldenhaften Einsatz und blitzschnelles Handeln unser Gastgeberin kamen beide Mäuse jedoch unbeschadet davon.



29. Kochsession | Molekular-Special – 28. März 2010
29. März 2010, 18:04
Einsortiert unter: 2010, Kochsessions, Specials | Schlagwörter: , , , , , , , , ,

Gestern haben wir in nicht ganz vollständiger Kochclub-Besetzung die Welt der molekularen Küche etwas näher kennen gelernt. Um das Fazit mal vorweg zu nehmen: Für das Auge hatten wir teilweise tolle Ergebnisse. Die geschmackliche Sensation blieb jedoch aus.

Das erste Molekulargericht, das wir verköstigten, waren Cracker mit Frischkäse und Karottenkaviar.

Für den Karottenkaviar haben wir Karottensaft mit einer über Nacht angesetzten Algizoonlösung gemischt und mit einer Spritze in ein Calazoonbad getropft.

Das hat erstaunlich gut geklappt.

Auch der fertig dekorierte Cracker machte mächtig was her:

Allerdings hat man, wenn der Cracker einmal im Mund war, kaum noch etwas vom Karottenkaviar geschmeckt.

Komplizierter wurde es dann beim elektrischen Caipirinha. Hier musste die Sphärifikation (= die Herstellung von Kugeln mit einer festen Hülle, die einen flüssigen Inhalt einschließt) genau umgekehrt erfolgen. Wir haben einen Caipirinha-Kern mit Calazoon hergestellt, der eingefroren wurde. Diese geforenen Sphären kamen dann in ein Algizoonbad. Als schöne, zusammenhängende Kugel kann das Ergebnis nicht gerade bezeichnet werden.

Den elektrischen Touch bekam der Caipi dann durch die Zugabe von Knistazoon, was ein lustiges Bizzeln im Mund hervorrief.

Nächster molekularer Stopp: Tomatenconsommé mit Basilikumspaghetti. Hierfür haben wir im Vorfeld eine klare Tomatenconsommé hergestellt, indem wir Kräuter und frische Tomaten durch ein Tuch passiert haben. Diese Consommé haben wir dann erhitzt und darin die “Spaghetti” aus einer Art Pestomasse mit Celluzoon mithilfe der Spritze geliert.

Dies war einer der wenigen Gänge, der geschmacklich besser war als das Aussehen.

Für das nächste Gericht – Gemüseravioli mit frittierten Juliennestreifen auf Buttersud – haben wir 3 verschiedene Gemüsejus hergestellt (Lauch, Sellerie und Karotte), die dann mit Algizoon vermischt wurden und schließlich im Calazoonbad zu schönen farbigen Sphären werden sollten. Diesmal hatten wir damit aber große Probleme, vor allem die Selleriemasse  wurde anfangs gar nicht fest.

Leider überzeugte uns dieses doch recht aufwändige Gericht am allerwenigsten an diesem Tag.

Es sah auch nicht ganz so appetitlich aus wie in unserer Vorlage:

Zuletzt widmeten wir uns dem Nachtisch, den wir in Form einer Latte-Macchiato-Verrine zu uns nehmen wollten. Die 3 Schichten (Kaffee, Karamell mit Kaffee und Milch) haben wir nacheinander mit Agazoon erhitzt und dann jeweils erst eine Schicht erkalten lassen, bevor die nächste drüber gekippt wurde. Agazoon dürfte den meisten besser als Agar-Agar bekannt sein. In diesem Fall sah das Ergebnis wieder klasse aus.

Die Konsistenz war jedoch viel zu fest. Leider also auch hier kein allzu positives Geschmackserlebnis.

Alles in allem beschlossen wir diesen Kochtag mit keinem euphorischen Hochgefühl. Auch dass wir geschlagene 8 Stunden in Küche verbracht haben (mit klitzekleiner Cappuccino-Pause auf dem Balkon, als die Sonne sich mal blicken ließ) und die Ergebnisse eher mittelmäßig waren, machte das Ganze nicht erfreulicher.

Ob wir der molekularen Küche nochmal eine 2. Chance geben, bleibt abzuwarten. Um Geliertes werden wir in naher Zukunft auf jeden Fall eher erst einmal einen großen Bogen machen!



28. Kochsession – 20. Februar 2010
21. Februar 2010, 13:16
Einsortiert unter: 2010, Kochsessions | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Gestern haben wir uns nach längerer Kochpause u.a. an Muscheln, Trüffel und Soufflé herangewagt. Aber der Reihe nach.

Ausgesprochen gut hat uns unsere Vorspeise geschmeckt:

Muscheln mit Apfel-Curry-Kokosmilch-Sauce

Viele trauen sich an Muscheln ja nicht so recht ran, dabei ist die Zubereitung wirklich relativ simpel. Kompilzierter wurde es bei diesem Gericht nur, da wir uns an das Rezept eines belgischen Sternekochs gehalten haben und die Sauce mehrmals gesiebt und reduziert werden musste. Mit dem Ergebnis waren wir vollauf zufrieden.

Weiter zur Hauptspeise. Obwohl manche von uns schon öfter Trüffel gegessen haben, hatten wir ihn vorher noch nie selbst verarbeitet. Insofern stieg die Spannung ins schier Unermessliche.

Leider überzeugte uns die Qualität des von uns gekauften Trüffels jedoch nicht so recht. Die geschmackliche Sensation blieb aus.

Da bereitete uns die Verarbeitung des warmen Gnocchiteigs schon mehr Freude, nachdem wir uns unser eigenes Rezept aus 3 verschiedenen Quellen zusammen gesucht hatten. Probeweise haben wir einen Teil des Teigs mit Grieß und Mehl versetzt, den anderen ausschließlich mit Mehl. Von der Struktur etwas besser gefallen haben uns die Grießgnocchis, geschmacklich war der Unterschied gar nicht so groß. Die Grießgnocchis waren aber etwas “fester”.

Die in Wasser gegarten Gnocchis wurden dann in Trüffel und Öl kurz angebraten und mit ebenfalls gebratenen Garnelen serviert:

Zur Vor- und Hauptspeise haben wir einen Pouilly Fumé gereicht.

Dieser französische Weißwein aus der Sauvignon-Rebsorte passt laut Literatur ausgezeichnet zu Garnelen und Meerestieren. Fanden wir auch.

Den Abschluss bildete dann dieses Dessert:

Bananen-Soufflé mit Kirschkompott, Sauerrahm-Eis und Birnensorbet

Das Sauerrahm-Eis war sehr sauer, da zu Sauerrahm, Zitronensaft und Vanillemark kein Zucker zugegeben wurde, harmonierte aber gut mit den süßen Kirschen und dem Soufflé. (Das Birnensorbet haben wir nicht zusammen hergestellt, das hat die Gastgeberin noch hervorgezaubert.)



27. Kochsession | Picknick-Special – 9. August 2009
27. Januar 2010, 23:56
Einsortiert unter: 2009, Kochsessions, Picknick, Specials | Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , ,

Diese Kochsession haben wir unter das Motto Picknick gestellt.

Insofern gab es picknickfreundliche Komponenten:

Bagels, Curry-Aprikosen-Aufstrich, Paprika-Obazda, Ricotta-Toastbrot-Muffins, Bulgur-Zucchini-Fenchel-Salat, Cannellini-Bohnen-Salat und Heidelbeer-Muffins.

Es war ganz spannend, mal selbst Bagels zu machen. Alles in allem eine runde Sache, unser Picknick.




Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.