Einsortiert unter: 2012, Kochsessions | Schlagwörter: Linsen, Saibling, Shortbread, Soufflé
Am vergangenen Wochenende hat unser Kochclub erneut getagt. Nach einem ausgiebigen Apéritif starteten wir das Menü mit einer Suppe aus gelben Linsen, die mit Kokosmilch, Currypulver und einer Sauerrahm-Soufflé-Haube verfeinert wurde.
Die Zubereitung der Suppe war ziemlich einfach: Zwiebel und Knoblauch anbraten, Linsen dazu, kurz darauf Brühe sowie Kokosmilch dazugeben und etwas köcheln lassen. Auch die Soufflé-Haube ging gut im Ofen auf, fiel beim Herausnehmen allerdings etwas zusammen.
Für den Hauptgang mussten wir erst noch einmal Hand an den schon filetierten Saibling legen, da hier doch noch einige Gräten zum Vorschein kamen. Der Fisch wurde von einem Kartoffelteig ummantelt, in der Pfanne angebraten, um schließlich im Ofen zu Ende zu garen. Begleitet wurde er von einer mit Kartoffel-Knoblauch-Püree gefüllten Tomate sowie einem Kohlrabi-Spinat-Körbchen.
Als Dessert stand ein Erdbeer-Shortcake auf dem Programm. Der Shortcake bekam etwas mehr Biss dadurch, dass in den Teig auch etwas Maisgrieß gerührt wurde. Zusammen mit in Zucker und Zitronensaft marinierten Erdbeeren sowie Schlagsahne haben wir das Gebäck dann angerichtet.
Abschließend lässt sich zusammenfassen, dass es ein solider Kochtag war, sehr lecker, aber vielleicht ohne die ganz besonders großen Geschmackserlebnisse.
Einsortiert unter: 2012, Kochsessions | Schlagwörter: Ei, Erdnuss, Jus, Krokant, Muffin, Pancake, Parfait, Pirogge, Topinambur
Ein feines Kochwochenende liegt hinter uns. Zum ersten Mal haben wir auch ein Frühstücksspecial mit eingebaut. Aber der Reihe nach. Wir begannen unser Menü mit einer Topinambur-Suppe. Hierfür haben wir selbst einen Gemüsefond hergestellt.
Es war unser erster Kochversuch mit Topinambur. Die Knolle wird im Englischen auch Jerusalem artichoke bezeichnet, da sie artischockenähnlich schmeckt. Sie muss nicht geschält werden, wenn man sie gut säubert.
Ein Teil des Fonds wurde anschließend mit den Topinambur und Sahne püriert. Leider passierte der Gastgeberin beim Abschmecken mit weißem Pfeffer ein kleines Missgeschick und ca. 100 Pfefferkörner landeten aus Versehen in der schönen Suppe. In wahrer Aschenputtelmanier mussten wir die Körner wieder aussieben/-sortieren. Uneins waren wir uns darin, ob die Suppe dadurch etwas “verpfeffert” war. Nun ja. Geschmeckt hat sie uns dennoch allen ganz gut. Die Suppe wurde mit fritierten Topinambur-Scheiben und gerösteten Sonnenblumen- und Kürbiskernen garniert.
Der restliche Gemüsefond diente uns dann als Basis für einen Honig-Thymian-Jus, den wir ca. 2 Stunden einkochen ließen. Des Weiteren haben wir noch Rotwein, Portwein und Tomatenmark mitköcheln lassen. Der Jus war Begleiter für unsere Hauptspeise: Piroggen mit Kartoffel-Käse-Füllung. Der Teig für die Piroggen bestand aus Vollkorn- und Kamutmehl, das wir ebenfalls zum ersten Mal in der Küche eingesetzt haben. Kamut ist in gemahlenem Zustand eher grießähnlich und sorgt für einen “kernigen” Biss.
Die Füllung kam nach dem Garen im köchelnden Wasser leider nicht mehr allzu gut zur Geltung und der Jus war doch recht tomatenlastig.
Als süße Komponente beinhaltete unser Menü ein Erdnuss-Krokant-Parfait. Mit Akazienhonig haben wir zunächst die Erdnüsse karamelisiert.
Diese Erdnüsse haben wir nach dem Abkühlen gehackt und unter die Sahnemischung gegeben. Das Parfait hat dann mehrere Stunden im Gefrierfach verbracht. Wir haben uns kurzerhand entschlossen, noch einen Keks mit Kakao und Kardamom als Beilage zum Parfait zu backen. Auch hier haben wir Kamutmehl eingesetzt. Die Begeisterung für die Kekse war eher verhalten (am nächsten Tag schmeckten sie Teilen des Kochclubs dann aber doch richtig gut), das Parfait hingegen wurde einstimmig für grandios befunden.
Wir ließen den Kochabend mit niveauvoller Fernsehunterhaltung ausklingen.
Am nächsten Morgen gab es noch ein paar schöne Dinge zum Frühstück: gebackene Eier mit Parmesan und Kräutern, Brezelmuffins und Pancakes mit Himbeer-Quark-Sahne.
Einsortiert unter: 2012, Kochsessions | Schlagwörter: Banoffee, Krake, Pulpo, Tintenfisch
Inspiriert von den Meeresfrüchten unserer letzten Kochsession, wollten sich 2/3 unseres BoDoKitchenClub an etwas größeres wagen und verabredeten sich zu einem Pulpo-Special. Da ein Hauptgang allein unserer nicht würdig ist
, einigten wir uns zudem noch auf eine Vor- und Nachspeise.
Als Vorspeise gab es geschenkte Sardellen auf Crostini mit Erbsenpesto:
Es handelte sich dabei um eine schöne, frische, kleine Vorspeise, die durch die Zugabe von Pecorino und Zitrone geschmacklich und visuell überzeugte.
Spannender wurde jedoch die Zubereitung des Pulpos (= auch Krake: gehört zu den Kopffüßern und wird auch als Tintenfisch bezeichnet, hat einen beutelförmigen Körper ohne Stützskelett und acht muskulöse Arme mit doppelten Saugnapfreihen). Wir hatten zwei stattliche Exemplare (je 1,6 kg) erstanden:
Aber wie nun damit umgehen? Die Fachliteratur war zwar bereits zu Rate gezogen, aber erst der Blick ins Internet und eine Video-Anleitung bei youtube ließen uns zur Tat schreiten. Kopf ab, Schnabel raus, Augen weg. Dann gab es auch schon das nächste Problem: Wie den Pulpo kochen, ohne dass das Ergebnis gummiartig ist? Nach eingehenden Studien unterschiedlicher Garmethoden entschieden wir uns, die Pulpos in einer Brühe mit etwas Wein und Lorbeerblättern 90 Minuten simmern zu lassen. Wir hatten uns richtig entschieden, denn das Fleisch war wunderbar zart. Wir trennten alle Arme ab und zerlegten in einem einzigartigen Gemetzel dann Kopf und Körper:
Für unsere Hauptspeise “Pulpo mit Chorizo und Fenchel”:
Auch dieses Gericht war köstlich und ein Augenschmaus zugleich.
Da zwei Tiere eindeutig zu viel für zwei Personen sind, haben wir uns entschieden, den Armen eine besondere Behandlung zuteil werden zu lassen und sie für einen späteren Verzehr in einer Essig-Kräuter-Marinade einzulegen. Der Aufwand hat sich eindeutig gelohnt:
Während Vor- und Hauptspeise der leichten mediterranen Küche zugeordnet werden können, haben wir bei der Nachspeise alle Kalorien-Register gezogen. Unser Banoffee - bestehend aus einem mit Butter getränktem Keksgrund, aus gesüßter Kondensmilch Butter und Zucker bereitetem Toffee, naturbelassenen Bananen und abgerundet mit einer Sahnehaube mit Schokostreuseln – war der Kracher und hätte auch unserer Dritten im Bunde geschmeckt:
























