Einsortiert unter: 2011 | Tags: Chutney, Eis, Kürbis, Pifferlinge, Steinpilze, Tagliatelle, Tintenfisch, Vongole
Nach ziemlich genau einjähriger Pause haben wir gestern endlich mal wieder als BoDo KitchenClub zusammen gekocht.
Diesmal stand vor allem der Kürbis im Mittelpunkt unseres Menüs. So haben wir sowohl für die Vor- als auch für die Nachspeise einen Muskatkürbis verwendet.
Als Vorgang gab es einen Grillkürbis mit Steinpilzen im Currysud sowie Chutney. Vom Curry schmeckte man nicht mehr allzu viel, dafür aber die Steinpilze und den Thymian im Schalotten-/Birnenchutney. Der Kürbis wurde zunächst im Ofen gegart und dann in der Pfanne interessanterweise auf Backpapier gegrillt.
Das Backpapier hat wohl verhindert, dass der Kürbis am Pfannenboden fest klebte. Für die Nicht-Vegetarierer gab es außerdem Speck-“Chips“ dazu.
Der Hauptgang kostete zumindest bei der Säuberung des Tintenfischs kurzzeitig etwas Überwindung. Zudem gab es einiges zu schnibbeln und putzen: Suppengrün, Pfifferlinge, Paprika, Tomaten (die wurden enthäutet und 90 Minuten im Ofen gegart).
Unproblematischer waren da schon die Tagliatelle in der Zubereitung. Dank Nudelmaschine konnten wir den Teig schön dünn ausrollen und feine Nudeln herstellen.
Während wir die Nudeln gekocht haben, haben wir außerdem Sahne und Tomaten aufgekocht, püriert und das angebratene Suppengrün sowie die Pfifferlinge und die Meeresfrüchte hinzugegeben. Herausgekommen ist dann dieses Arrangement.
Für das Kürbiseis haben wir Äpfel- sowie Kürbisstücke mit Orange, Zimt und Vanille mal wieder im Ofen gegart, zusammen mit Sahne püriert und in der Eismaschine zu Eis rühren lassen. Dazu gesellten sich Pflaumen, die – wo auch sonst – im Ofen mit etwas Rotwein karamellisiert wurden. Als knackige Beigabe haben wir noch dünne Schwarzbrotscheiben ebenfalls im Ofen karamellisiert. Der Kürbis schmeckte beim Eis kaum hervor, sorgte aber wahrscheinlich mit für eine sehr schöne cremige Konsistenz. Ein echtes Geschmackserlebnis.
Alles in allem waren wir mit unserem Menü sehr zufrieden und hoffen, dass der nächste Kochtermin nicht wieder so lange auf sich warten lässt.
Quesadilla und Guacamole. Kein hochtrabendes Gericht, aber so einfach und so gut, dass es heute hiervon mal ein paar Impressionen geben soll.
Bei der Guacamole halten wir es simpel: Eine schöne reife Avocado paart sich im Rührstabmixer mit Frühlingszwiebel, Limette (oder Zitrone), etwas frischem Koriander und Salz und Pfeffer.
Fertig.
Bei der Quesadilla greifen wir der Einfachheit halber auf gekaufte Tortillas zurück. Die kann man eigentlich belegen, womit man will. Nur Käse sollte schon dabei sein. In unserem Fall waren es Gouda, Frühlingszwiebel und Koriander.
Dann kommt noch eine Tortilla oben drauf und schon geht’s kurz ab in die Pfanne, bis der Käse anfängt zu schmelzen. (Achtung: Die Tortillas brennen leicht an, am besten auf nicht zu hoher Stufe/Flamme erhitzen.) Und auch schon fertig.
Eine göttliche Kombination mit der Guacamole.
Und gleich noch einen Eintrag hinterher. Seit unserem Umzug standen die Latte Art und ich etwas auf Kriegsfuß. Vielleicht musste sich die kleine Gaggia-Maschine auch einfach erst mal an ihren neuen Standort gewöhnen, um wieder für feinsten Mikromilchschaum zu sorgen. Wie dem auch sei, heute traue ich mich mal wieder, ein Foto zu veröffentlichen, obwohl mir der Untergrund besser gefällt als meine verwackelte „Zeichnung“.
Mit meinem letzten Beitrag war ich wohl ein wenig optimistisch. Wir haben inzwischen Juni und nach wie vor ist es eine große Herausforderung, einen Termin zu finden, an dem wir mal wieder in voller Besetzung kochen können. Aber wir geben die Hoffnung nicht auf.
Hier geht es mittlerweile weiter mit diesem Pausenfüller. Heute haben wir in unserer Mittagspause eine selbst ernannte Pasta-Bar aufgesucht. Seitdem weiß ich nun, wie Fagotti-Nudeln aussehen. (Und ich dachte, als passionierte Pasta-Liebhaberin wäre mir nahezu jede Nudelform bekannt.) Diese pittoresken Nudelteig-Beutelchen mit Füllung waren mir bisher noch nicht begegnet.
Gut möglich, dass demnächst mal wieder die Nudelmaschine hervorgeholt und ein Fagotti-Herstellungsversuch zu Hause gestartet wird.
Hier kommt eine kleine Zwischenstandsmeldung an diesem sonnigen Sonntag: Es ist ja nun schon wieder eine Weile her, dass wir das letzte Mal zusammen gekocht haben. Das liegt u.a. daran, dass die Hälfte unseres Clubs inzwischen nach Köln gezogen ist. Wir hoffen, dass wir in Zukunft dennoch Termine finden werden, um unsere Kochtradition abwechselnd in Dortmund und Köln fortzuführen. Hierzu hoffentlich bald mehr!
Einsortiert unter: 2011, Dies & das | Tags: Lasagne, Nudelmaschine, Nudelteig, Pasta, Pesto
Gestern haben wir mit halber Kochclub-Besetzung die neue Nudelmaschine ausprobiert. Lasagneblätter mit Pesto standen auf dem Programm. Zunächst haben wir laut Rezept einen Nudelteig (mit Eiern) hergestellt und ihn gekühlt. Wahrscheinlich nicht lange genug, denn er war noch sehr weich, aber der Hunger war eben größer als unsere Geduld.
Dann haben wir mit der Nudelmaschine mehrere Teigplatten produziert. Das ging ganz wunderbar, nachdem wir die Teigklumpen nochmal ordentlich mit Mehl bestäubt hatten, vorher klebten sie doch sehr an den Walzen fest. Die Nudelmaschine war aber auf jeden Fall eine lohnenswerte Investition. Es ging doch eindeutig schneller und einfacher als mit dem Nudelholz.
Das Pesto bestand natürlich aus Basilikum, Pinienkernen, Olivenöl und Parmesan. Wir haben zudem noch Petersilie drunter gemischt (gleicher Anteil wie die Basilikumblätter). Das war sehr lecker, die Petersilie hat sich aber nicht allzu dominant auf den Geschmack ausgewirkt.
Die Lasagneblätter mussten nur ca. 3 Minuten gekocht werden.
Und dann waren wir auch schon fertig.
Gestern ist der BoDoKitchenClub in fernöstliche Weiten vorgedrungen und hat die Welt des Sushi betreten.
Die Auswahl der verschiedenen Sushi und die Zutatenzusammenstellung gestaltete sich recht kompliziert, denn hier sei es noch einmal gesagt: Sushi ist weitaus vielfältiger als „nur roher Fisch“. Aber schließlich hatten wir doch ein ambitioniertes Kochprogramm beisammen und waren hoch motiviert.
Wir starteten mit einem Snack, bei dem nichts schief gehen kann und der durch seine schlichte Genialität besticht: Edamame. Das sind Sojabohnen in der Schale, die man tiefgefroren im Asia-Laden kaufen kann und nochmal wenige Minuten in kochendes Wasser schmeißt. Salz drüber und los geht das Gezutzel. Wir haben verschiedene Salzarten dazu probiert – von mallorquinisch bis zu portugiesisch. Köstlich.
Nach dieser Stärkung machten wir uns an die Vorbereitung der Sushi. Dies hat sehr lang gedauert, aber: Jeder einzelne Arbeitsschritt war es wert. Das A und O beim Sushi ist ja mitunter der Reis. Hier haben wir in der Fachliteratur erfahren, dass man den Reis so lange waschen muss, bis das Wasser klar ist. Bei uns trübte sich das Wasser aber selbst nach dem 15. Waschgang noch, so dass wir das Wagnis eingingen und den Reis dennoch so gekocht haben. Dieser Plan ging auf, der Reis war super. Nach dem Kochen haben wir ihn mit Reisessig, Zucker und Salz gemischt. Dabei muss man beim Umrühren darauf achten, dass man die Reiskörner nicht allzu sehr beschädigt. Und am besten dabei noch extra Luft zufächern, damit der Reis gut abkühlt. War eine lustige Aktion.
Nach vielen Arbeitsschritten wagten wir uns dann ans Rollen und meisterten sogar die Inside-Out-Rolle (dabei klebt der Reis und nicht das Noriblatt außen).
Eher weniger bekannt dürften die Tofutaschen sein, die wir schon fertig im Asialaden gekauf haben, aber vor dem Füllen noch „bearbeitet“ haben (u.a. in kochendes Wasser, abtropfen, dann in Sojasoße und Mirin köcheln lassen.)
Recht stolz waren wir dann, als wir die ganze Pracht aufgeschnitten auf dem Teller liegen hatten. Und die Sushi sahen nicht nur gut aus, sondern haben auch noch fantastisch geschmeckt.
Einige Eindrücke:
Beim Nachtisch haben wir etwas Stilbruch begangen und uns für einen so gar nicht japanischen Bratapfel mit Nusskruste und selbst gemachter Vanillesoße entschieden. Auch dieses Dessert hat uns durch seine geniale Einfachheit begeistert.
Fazit: Ein arbeitsreicher Kochtag, aber tolle Geschmackserlebnisse. Sushi olé!
Einsortiert unter: 2010, Dies & das | Tags: Kräutersaitling, Pfifferling, Pilz, Semmelknödel
Es ist ja gerade Pilzzeit, daher schlug ich diese Woche auf dem Markt zu und erstand Kräutersaitlinge, Pfifferlinge und glatte Petersilie, um ein schönes Pilzsößchen zuzubereiten.
Dazu sollten die neulich selbst hergestellten Semmelknödel gereicht werden.
Die Pilzsoße war kein Hexenwerk: Kräutersaitlinge in grobe Stücke schneiden, mit Pfifferlingen und Zwiebeln in Butter anbraten, mit Weißwein ablöschen, etwas Crème fraîche , ein Spritzer Zitrone, Salz, Pfeffer und zum Schluss reichlich frisch gehackte Petersilie. Die Semmelknödel wurden auch in Stücke geschnitten und in Butter angeröstet.
Tadaaa:
Einsortiert unter: 2010, Grillen, Specials | Tags: Chutney, Grillen, Mango, Seelachs, Seeteufel, Zitronengras
Gestern haben wir die schüchterne Rückkehr des Spätsommers genutzt und den Grill angeworfen.
Es sollte u.a. Seeteufel und Seelachs mit Mangochutney, Kartoffelsalat, Kichererbsensalat und Joghurt-Tomaten-Gurken-Dipp geben.
Den Seeteufel haben wir in eine Marinade aus Sesamöl, Ingwer, Limette, Sojasauce, Knoblauch und Chili gelegt und auf Zitronengras aufgespießt.
Die Marinade für den Seelachs sah fast genauso aus, nur dass wir hier den Fisch nach dem Marinieren in geröstetem Sesam gewälzt haben.
Beide Fische haben wir ca. eine Stunde marinieren lassen und dann auf einer Aluschale gegrillt.
So sah der Seeteufel nach seiner Runde auf dem Grill dann aus:
Insgesamt hat alles wunderbar miteinander harmoniert und war ein würdiger Sommerabschluss.
Einsortiert unter: 2010, Dies & das | Tags: Aumonière, Charlotte, Crêpes, Erdbeere, grüner Spargel, Sahne
Der KitchenClub steckt immer noch im Sommerloch, daher gibt es heute wieder private Kochnews. Wieder einmal hat uns in dieser Sommerpause der Nachbar Frankreich inspiriert. Den Anfang machte eine Charlotte vom grünen Spargel.
Hierfür mussten wir Toastbroat in der Pfanne mit Butter rösten, in Streifen schneiden und 4 kleine runde Formen damit „auslegen“. Die grünen Spargel wurden ca. 5 Minuten gekocht, um dann im Mixer mit Sahne, 2 Eiern, Semmelbröseln, Schnittlauch und Salz und Pfeffer zu einer homogenen Masse verarbeitet zu werden. Die Förmchen mit Brot und Füllung kamen dann in einem Wasserbad für ca. 25 Minuten in den Backofen:
Wir haben ein paar ansehnliche Spargelspitzen für die Deko aufbewahrt und die kleinen Charlottes dann nach Ende der Garzeit im Ofen damit „geschmückt“:
Danach wollten wir uns nicht lumpen lassen und haben einen anderen französischen Klassiker zubereitet, der bei uns öfter mal auf den Tisch kommt und bisher noch jeden Gast begeistert hat – trotz oder vielleicht gerade wegen seiner kongenialen und vielfach erprobten Füllung: Aumonières – gefüllt mit Erdbeeren und geschlagener Sahne. Aumonière sind kleine Täschchen, die in diesem Fall aus einem Crêpe bestehen.
Hier noch im „ungebeutelten“ Zustand:
Hier als Täschchen:































